Impfungen

Denn Schutzimpfungen sind wichtig

Viele Krankheiten gelten heutzutage bei uns als „ausgerottet“ oder zumindest treten sie in den Industrienationen nur noch äußerst selten auf. Immer mehr Menschen halten es deshalb nicht mehr für nötig, sich dagegen impfen zu lassen. Doch die allgemeine „Impfmüdigkeit“ kann gravierende Folgen haben. Durch Kontakte zu fremden Ländern treten längst besiegt geglaubte Erreger auch hier zulande wieder auf. Aber auch scheinbar „harmlose“ Kinderkrankheiten wie zum Beispiel Masern oder Mumps können schlimme Folgen haben.

Diese Standardimpfungen sollte jeder Mensch haben

Je nach Alter und Impfstatus beraten wir Sie, welche Impfungen bei Ihnen angeraten sind. Die Impfungen tragen wir in Ihren Impfausweis ein und informieren Sie über die Abstände, in denen eine Auffrischung nötig ist.

Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut in Berlin (STIKO) empfiehlt für Kinder, Jugendlich und Erwachsene die Impfung gegen folgende Infektionskrankheiten:

  • Diphtherie
  • Tetanus
  • Keuchhusten (Pertussis)
  • Hepatitis B
  • Kinderlähmung (Poliomyelitis)
  • Haemophilus influenzae Typ b
  • Masern, Mumps, Röteln als Kombinationsimpfstoff
  • Windpocken
  • Pneumokokken
  • Meningokokken
  • Varizellen
  • Human-Papilloma-Viren (HPV), für Mädchen und Jungen ab dem 9. Lebensjahr
  • und für ≥ 60-Jährige gegen Influenza

Warum ist ein Impfschutz wichtig?

Bei vielen Menschen besteht die Angst vor gefährlichen Nebenwirkungen und Impfschäden. Diese Angst ist unbegründet. Heutzutage sind die Impfungen sehr gut verträglich. Nur in den seltensten Fällen treten Beschwerden auf. Unserer Ansicht nach gehören Impfungen daher zu einer guten und notwendigen medizinischen Versorgung.

Mädchen unter 18 Jahren

Wir haben ein besonderes Auge auf Mädchen unter 18 Jahren. Wir empfehlen für diese Altersgruppe die Impfung gegen Masern-Mumps-Röteln, Varicellen, Hepatitis B und HPV.

Röteln

Auch wenn Röteln bei Kindern nur zu einer leichten Erkrankung und bei Erwachsenen lediglich zu einer Gelenkentzündung führen können. So ist eine Rötelerkrankung in der Schwangerschaft fatal. In den ersten drei Schwangerschaftsmonaten kann es zu erheblichen Fehlbildungen des Embryos kommen. Daher ist es wichtig, schon bei jungen Frauen einen ausreichenden Schutz aufzubauen.

Rötelnimpfungen erfolgen als Kombinationsimpfung mit Masern-Mumps.

Masern-Mumps

Masernepidemien treten auch in Deutschland immer wieder auf. Der Krankheitsverlauf kann mitunter dramatisch verlaufen und zu dauerhaften schwerwiegenden Komplikationen führen.

Varicellen (Windpocken)

In der Kindheit sind Windpocken harmlos, in der Schwangerschaft können Sie zu einer lebensbedrohlichen Infektion beim Neugeborenen führen. In Deutschland haben 5 % der Frauen keine Antikörper im Blut und somit keinen Schutz vor einer Erkrankung.  Übrigens ist auch eine Ansteckung bei einem Gürtelrose-Patienten (Herpes-Zoster) möglich, da beide Krankheiten durch das gleiche Virus ausgelöst werden.

HPV

Human-Papilloma-Viren (HPV) gehören zu den häufigsten Erregern von Infektionen im Genitalbereich und werden sexuell übertragen. Diese Infektionen können in seltenen Fällen chronisch werden und nach Jahren zu Gebärmutterhalskrebs führen.

Es gibt einen Impfstoff gegen Human-Papilloma-Viren. Dieser soll vor allem junge Mädchen vor Beginn des Geschlechtsverkehrs vor einer Infektion schützen.

Kinderwunsch, Schwangerschaft und Stillzeit

Sie planen eine Schwangerschaft? Dann sollten Sie unbedingt Ihren Impfschutz rechtzeitig auffrischen lassen. Sie schützen so ihr ungeborenes Kind vor den Risiken einer Erkrankung. Viele notwendige Impfungen können jedoch auch noch in der Schwangerschaft und Stillzeit durchgeführt werden. Sprechen Sie uns hierzu bitte an.

Frauen mit beruflichem Risiko

Wenn Sie in Ihrem Beruf in ständigem Kontakt zu fremden Menschen stehen, empfehlen sich zusätzliche Impfungen. Zu den sogenannten Risikogruppen gehören Erzieherinnen, Frauen in medizinischen Berufen, Rettungsassistentinnen, Polizistinnen, Sozialarbeiterinnen, Personen mit viel Publikumsverkehr, etc.

Hepatitis B

Bei einer Ansteckung mit Hepatits B kann zu einer chronischen Erkrankung kommen, die zu einer dauerhaften Schädigung der Leber führen kann. Das Virus wird durch sexuellen Kontakt oder berufsbedingte Verletzungen übertragen. Leider ist Hepatitis B stark verbreitet. Weltweit gibt es über 200 Mio. Menschen, die infiziert sind.

Für Frauen über 60

Wenn Sie über 60 Jahre alt sind, empfehlen wir eine

  • jährliche Grippe-Schutzimpfungen
  • Impfung gegen Lungenentzündung (Pneumokokken)
  • Impfung gegen Herpes Zoster

Regionale Besonderheit:

Der Kreis Marburg/Biedenkopf gehört zu den Risikogebieten von FSME (Frühsommermeningo-Enzephalitis). Sie erhalten die sog. Zeckenschutzimpfung bei uns daher kostenfrei. Dies gilt grundsätzlich für alle Personen, die in einem FSME-Risikogebiet wohnen.

Die aktuelle FSME-Risikokarte und viele weitere Informationen finden Sie unter www.zecken.de

Optionale Impfungen

  • Bei häufig auftretenden Entzündungen der Vagina bieten wir eine Impfung zur Stabilisierung der Vaginalflora an.
  • Bei wiederkehrenden Blasenentzündungen kann man mit Unterstützung durch eine Impfung das Wiederauftreten verhindern.

 

 

Kontakt

Sabine Ramb & Iris Missall

Fachärztinnen für Gynäkologie und Geburtshilfe

Deutschhausstraße 40
35037 Marburg

Tel.: 06421 61212
Fax: 06421 62995
E-Mail:
mail [at] frauenaerzte-marburg.de
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