Impfungen   

Unser Schwerpunktthema im Sommer sind Impfungen.

Impfungen vermeiden Krankheiten, die oft mit Komplikationen verbunden sind, die eine Schädigung des Ungeborenen  zur Folge haben können oder die nicht durch Medikamente geheilt werden können! Konsequente Impfungen haben dazu geführt, dass manche Krankheiten ausgerottet wurden (seit 1978 weltweit: Pocken; aktuell in Europa, Nord- und Südamerika: Polio).

Impfungen sind heutzutage sehr gut verträglich, es treten nur in sehr seltenen Fällen Beschwerden auf; deshalb gehören sie zu einer guten medizinischen Versorgung.

Alle Impfungen, die wir durchführen, entsprechen den aktuellen Impfempfehlungen der STIKO (ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut).

Ein kleiner Überblick über unser Schwerpunktthema

Bestimmte Standardimpfungen, die jeder Mensch haben sollte, sind z.B.: Tetanus, Diphtherie und Polio

Tetanus (Wundstarrkrampf)

Der Erreger ist v.a. im Erdreich und gelangt durch Wunden in den Körper; auch kleine Verletzungen bei der Gartenarbeit oder beim Kartoffelschälen können Eintrittspforten sein. Bricht die Erkrankung aus, liegt die Sterblichkeit bei 40-50%.

Masern-Mumps-Röteln und Hepatitis B

Besonders bei Mädchen unter 18 Jahren achten wir auf:

Röteln

Das Virus wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Bei Kindern sind Röteln eine leichte Erkrankung, bei Erwachsenen kommt es jedoch häufig zu Gelenkentzündungen. Unser Ziel ist es, dass Frauen vor einer späteren Schwangerschaft ausreichend Schutz haben, da eine Infektion in den ersten drei Monaten zu erheblichen Missbildungen des Embryos führen kann.

Schwangerschaft und Stillzeit

Auch in Schwangerschaft und Stillzeit können notwendige Impfungen durchgeführt werden (bis auf wenige Ausnahmen). Frauen mit Kinderwunsch sollten sich vor der Schwangerschaft gegen Erkrankungen impfen lassen, die zu einer Schädigung des Ungeborenen führen können:

Masern-Mumps-Röteln und Varizellen

Varizellen (Windpocken) sind eigentlich eine „harmlose Kinderkrankheit“, die hochansteckend ist. Die Übertragung des Virus erfolgt über Tröpfcheninfektion oder direkten Kontakt mit Windpockenbläschen. In Deutschland sind 5% der Frauen seronegativ- d.h. sie haben im Blut keine Antikörper gegen Windpocken und damit keinen Schutz vor Erkrankung. Dies kann zu lebensbedrohlichen Infektionen des Neugeborenen führen.

Auch bei Menschen, die Herpes Zoster (Gürtelrose) haben, kann eine Ansteckung erfolgen, da beide Krankheiten durch das gleiche Virus ausgelöst werden.

Frauen mit beruflichem Risiko sollten sich beraten lassen, welche Impfungen für sie im Einzelnen besonders von Bedeutung sind, z.B. Grippe und Hepatitis B.

Risikogruppen sind Rettungsassistentinnen, Polizistinnen, Sozialarbeiterinnen, Personen mit viel Publikumsverkehr, Erzieherinnen, Tierärztinnen, medizinische Berufe …

Hepatitis B: Es gibt weltweit 200 Mio. Menschen, die infiziert sind. Das Virus befindet sich in nahezu allen Körperflüssigkeiten infizierter Personen. Die Übertragung findet hauptsächlich über sexuelle Kontakte oder berufsbedingte Verletzungen statt.
10% der Erkrankungen werden chronisch und können zu einer dauerhaften Schädigung
der Leber führen.

Für Frauen über 60 Jahre sollten zwei weitere Impfungen zum Standard gehören:

  • jährliche Grippe-Schutzimpfungen
  • alle 6 Jahre Impfung gegen Lungenentzündung (Pneumokokken)

Reiselustige Frauen sollten ihrem Reiseziel und der Reiseart entsprechend geschützt sein!

Wir beraten und impfen Sie ganz individuell (auch bei Last-minute-Reisen).

Zum Schluss noch eine regionale Besonderheit:
Da der Kreis Marburg/Biedenkopf zu den Risikogebieten von FSME (Frühsommermeningo-Enzephalitis) gehört, wird die sog. Zeckenschutzimpfung von den Krankenkassen bezahlt.