Unser Logo   

Frauenmantel - Logo der Gemeinschaftspraxis für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

… ist der Frauenmantel (Alchemilla vulgaris)

Viele Geschichten ranken sich um den Frauenmantel

„Gewittergras“ heißt er, weil man dachte, Kränze von Frauenmantel an Fenstern und Türen würden Häuser vor Blitzschlag schützen.
Tatsächlich „schwitzt“ der Frauenmantel bei herannahendem Regen. Bei der „Guttation“ sondern die Blätter nachts bei entsprechender Luftfeuchtigkeit  kleine Wassertropfen ab.
Im Mittelalter wurden diese Tropfen als „himmlisches Wasser“ mit Pipetten einzeln aufgesammelt, weil ihnen magische Kräfte zugesprochen wurden. Unter anderem brauchten die Alchemisten diese, um den „Stein der Weisen“ herzustellen.
Es hieß auch, der „Himmelstau“ könnte alten Frauen ihr jugendliches Aussehen zurückgeben, wenn sie diesen im Mai bei Vollmond sammelten.
Bei den Germanen war der Frauenmantel der Fruchtbarkeitsgöttin Frigga geweiht. Nach der Christianisierung wurde er der Jungfrau Maria zugeordnet.
Auch bei Hildegard von Bingen wird er als Frauenheilmittel beschrieben.

Volksnamen

  • Tränenschön
  • Aller Frauen Heil
  • Gewittergras
  • Himmelstau
  • Marienmantel
  • Tauschüsserl
  • Weiberkittel …

Fakten über Alchemilla vulgaris

Der botanische Name leitet sich vom arabischen Wort für Alchimie ab.
Frauenmantel gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und wächst im Gebüsch, in Wiesen und lichten Wäldern.
Inhaltstoffe sind hauptsächlich Gerbstoffe, Bitterstoffe, Saponine, Flavonoide und  ein wenig ätherisches Öl.
Er wirkt vor allem adstringierend (zusammenziehend).
Benutzt wird das getrocknete Kraut, das zwischen März und  September gesammelt wird.

Frauenmanteltee

3 Teelöffel des Krautes mit 1 großen Tasse kochendem Wasser überbrühen, 10 min. ziehen lassen. 1-3 Tassen/Tag trinken.
Achtung, Frauenmantel darf nicht in der Schwangerschaft angewendet werden!

Krankheitsbilder, bei denen er eingesetzt wird: „Frauenleiden“

  • Regelbeschwerden jeder Art (Schmerzen bei der Menstruation, verstärkte Blutungen, Zyklusunregelmäßigkeiten)
  • Verstärkter Weißfluss
  • Unterleibsbeschwerden
  • Wechseljahrsbeschwerden
  • Darmstörungen und Durchfälle
  • Ekzeme, Vereiterungen und schlecht heilende Wunden (äußerlich)
  • Zahnfleischbluten (als Mundspülung)
  • Hautstraffung und -klärung (als Vollbad oder Kompresse, z.B. als Brustauflage nach der Stillzeit)